WhatsApp geht in die nächste Runde

In dieser Woche hat WhatsApp das wahrgemacht, was nach dem Kauf durch Facebook der naheliegende nächste Schritt ist: Die Weitergabe von User- und Nutzungsdaten an Facebook. Man darf sich nichts vormachen: Facebook hat WhatsApp nicht gekauft, um aller Welt einen Chatdienst zur Verfügung zu stellen, für den die User nicht auf die eine oder andere Weise zahlen müssen. Und wir wissen alle, dass Facebook mit den Daten seiner User Geld verdient. 

Natürlich gab es seitens WhatsApp das Versprechen, Kundendaten niemals an Dritte weiterzugeben, aber man weiß doch, wie viel Versprechen aus der Firmenleitung wert sind. Nun also die AGB-Änderungen, damit Facebook mit der Investition endlich Geld verdienen kann. 

Man kann bei den neuen AGB zwar der Verwendung der Telefonnummer widersprechen, nicht aber der Speicherung. Bis zum 25.9.2016 hab man noch Zeit, den neuen AGB zuzustimmen, danach lässt sich der Dienst ohne diese Zustimmung nicht mehr nutzen. 

Meine Empfehlung: Löscht den WhatsApp Account über die Einstellungen in der App und danach die App selber, und steigt auf andere Chatdienste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wie Threema oder Signal um, die sind nicht komplizierter zu nutzen als WhatsApp, und die kritische Masse der Kontakte sollte recht schnell migrieren können. 

Die Lüge von der Überholspur im Internet

Die Provider wie die Telekom als auch etliche von Lobbyisten gefütterte Politiker, allen voran Angela Merkel, werden nicht müde, uns die vermeintlichen Vorteile einer Aufgabe der Netzneutralität zu erklären. Dabei wird gerne „argumentiert“, dass bestimmte Dienste Vorrang vor anderen benötigten, und es deshalb eine „Überholspur“ im Internet bedürfe. „Die Lüge von der Überholspur im Internet“ weiterlesen